Krankenversicherung

Massive Probleme bei Krankenkassen

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Bild: @peshkova / Fotolia

Auch das Gesundheitssystem in Deutschland hat massive Probleme. Von 0 – 60 Jahren soll man ungefähr 30% der eingezahlten Beiträge verbrauchen, danach die restlichen 70% zzgl. Zinsen.

Die gesetzliche Krankenversicherung (GKV) funktioniert auch nach dem Umlageverfahren wie die gesetzliche Rentenversicherung. Auch sie hat mit der Überalterung der Gesellschaft zu tun. D.h. die Personengruppe über 60 nimmt stetig zu und gleichzeitig hat die GKV aber keine entsprechenden Rückstellungen für die absehbaren massiv steigenden Gesundheitsaufwendungen gebildet.

Sicherlich denken Sie jetzt gleich an die riesige Summe von 15 Milliarden EUR die die Kassen 2012 als Überschuss hatten und sich aktuell überlegen, wie sie dieses Geld möglichst schnell wieder an die Versicherten ausschütten können. In der GKV sind ungefähr 72 Mio. Personen versichert. Entsprechend haben die Kassen aktuell ca. 208 EUR Rücklagen je versicherter Person. In Anbetracht der absehbaren enormen Kostenbelastung ist es schon verwunderlich, wie man hier an Ausschüttungen denken kann.

Schaut man sich die Entwicklung des maximalen Beitrags der GKV in den letzten 20 Jahren an, kommt man auf eine jährliche Steigerung von 3,17 % und seit 1970 sogar auf 6,28% (Stand 2012). Darin sind die zehn Gesundheitsreformen seit 1984, die zu Leistungskürzungen und höheren Eigenbeteiligungen geführt haben, sowie der Zuschlag für Kinderlose über 23. Lebensjahr in der Pflegeversicherung noch gar nicht berücksichtig!

Egal ob Sie gesetzlich oder privat versichert sind, sollten Sie unbedingt die steigenden Gesundheitskosten einkalkulieren. In unseren Planungen können wir Ihre Vorgaben berücksichtigen, empfehlen aber mindestens mit einer jährlichen Beitragssteigerung von 4,5% zu rechnen.