Inflation

Durch Geldentwertung verringert sich Ihre Kaufkraft

Shocked Businessman With Stack Of Coins

Bild: @Andrey Popov / Fotolia

Am besten spürt man Inflation, wenn man sich vor Augen hält, was man heute in Euro bezahlt und was man zu DM Zeiten dafür bezahlt hat. Nehmen wir die Speisekarte eines normalen Restaurants.

In unserer Region wurde für ein Schnitzel mit Pommes und Salat 1998 nie mehr als 10 DM verlangt. Berücksichtigt man die Inflation von 1998 – 2012 (Ø 1,56%) müsste das Schnitzel heute ca. 6,50 EUR kosten. Die Realität sieht bei uns an der Schweizer Grenze mit 10 – 12 EUR aber anders aus.

Das ist eine Steigerung von 100 – 140%, anstelle der statistischen Inflation von 26%!

Oder schauen Sie sich die 102% Preissteigerung von Super Benzin im gleichen Zeitraum an.

Eine Ursache für die Differenz zwischen der Inflation und den tatsächlichen Lebenshaltungskosten ist, dass die Inflation anhand einem festgelegten Warenkorb ermittelt wird. Nicht jeder nutzt aber genau die rund 600 hinterlegten Positionen oder in einem anderen Umfang als dies kalkuliert ist. Zur Verdeutlichung nehmen wir „Tabakwaren“. Es gibt Nichtraucher, Raucher die 10 Zigaretten und auch welche die 2 Schachteln am Tag rauchen. Die Chance, dass die hinterlegte Gewichtung im Warenkorb Ihr persönliches Konsumverhalten widerspiegelt ist recht klein.

Durch Rentensteigerungen soll der Kaufkraftverlust nach Rentenbeginn ausgeglichen werden. Die Realität sieht leider anders aus, denn die gesetzliche Rentenversicherung hat in den letzten 10 Jahren (2006 – 2015) die Altersrente in Westdeutschland nur um Ø 1,12% angepasst.

Zum Vergleich, in den Jahren 2000 – 2014 betrug die Inflation 1,62%. Der tatsächle Kaufkraftverlust liegt deutlich höher. D.h. den Rentnern wurde nicht einmal die Inflation ausgeglichen. Vom tatsächlichen Kaufkraftverlustes ganz zu schweigen.